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Hier finden Sie Informationen zum Alterseinkünftegesetz. Weitere Fragen beantworten wir in unserer Rubrik Fragen und Antworten und eine kostenlose Beratung nutzen Sie bei unserem Beratungsservice.

Das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG): Gesetz zur Neuordnung der einkommens-steuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen.

Seit dem 01.2005 greift das Alterseinkünftegesetz mit diversen neuen Regelungen zur Altersvorsorge. Wichtigste änderung ist der schrittweise Übergang zur vollen Besteuerung der gesetzlichen Altersrente und die änderungen in der Besteuerung von Lebensversicherungen und privaten Rentenaufwendungen.

Private Rentenversicherung – Das Alterseinkünftegesetz und Steuern

Staatliche (gesetzliche) Rentenleistungen werden ab 2005 zunächst mit 50 Prozent der Steuerpflicht unterworfen. Das gilt sowohl für bereits laufende Rentenzahlungen als auch für jene, die ab 2005 erstmals fällig werden. Der Satz steigt für Neurentner ab dem Jahr 2006 um jährlich zwei Prozentpunkte, so dass bei Neurentnern im Jahre 2020 bereits 80 Prozent Ihrer Alterseinkünfte der Besteuerung unterliegen. Von 2020 bis 2040 steigt der Besteuerungsanteil jährlich um einen Prozentpunkt. Ab 2040 sind dann alle gesetzlichen Renten sowie vergleichbare Rentenzahlungen, wie die Berufsunfähigkeits-Rente und die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, zu 100 Prozent der Einkommensteuer unterworfen.

Das bedeutet aber nicht, dass Neurentner ab dem Jahr 2040 ihre Altersbezüge komplett versteuern müssen. Denn zum Glück greifen mehrere steuerliche Freibeträge und abziehbare Pauschalen, so dass ein großer Teil des Ruhegeldes abgabenfrei bleibt. Nach derzeitiger Gesetzeslage bleiben Rentenzahlungen im Jahr 2005 bis zu einer Höhe von knapp 18.900 Euro im Jahr für Alleinstehende steuerfrei. Das bedeutet, ein Single-Rentner kann etwa 1.575,-€ Monatsrente steuerfrei einstreichen, wenn keine weitere Einkünfte hinzukommen. Bei Verheirateten verdoppeln sich diese Beträge. Unterm Strich werden viele Rentner auch weiterhin keine Abgaben an den Fiskus leisten müssen, denn die Durchschnittsrente betrug 2004 in Westdeutschland gerade mal 892,-€ monatlich, in Ostdeutschland 867,-€.

Im Gegenzug gibt es für Arbeitnehmer aber auch eine wesentliche Verbesserung: Vom Jahr 2005 an werden die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung schrittweise steuerfrei gestellt.

 Arbeitnehmer können zunächst 60% ihrer Beiträge als Altersvorsorgeaufwendungen vom Einkommen abziehen. Die Höchstgrenze liegt vorerst bei 12.000,-€. Der steuerfreie Anteil steigt jährlich um zwei Prozentpunkte, bis er 2025 schließlich 100% erreicht.

Der maximale Entlastungsbetrag liegt dann bei 20.000,-€ pro Jahr für Alleinstehende. Das bedeutet, dass Altersvorsorgeaufwendungen, die Einzahlungen, im Rahmen der Höchstgrenze bereits im Jahr 2025 zu 100% steuerfrei sein werden, die volle Rentenbesteuerung jedoch erst 15 Jahre später wirksam wird.

Der Gesetzgeber fördert allerdings nur Beiträge zur gesetzliche Rentenversicherung, an berufsständische Versorgungswerke sowie Beiträge zur Rürup-Rente (auch Basis-Rente, private Rentenversicherung).

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Neuerungen bei Lebens- und Rentenversicherungen: Die Kapitalertrag-Steuer

Der zweite gravierende Einschnitt, den das Alterseinkünftegesetz bewirkt, ist die Einführung der Besteuerung von Erträgen aus Kapital-Lebensversicherungen. Für alle Lebensversicherungen, die ab dem 01.01.2005 abgeschlossen wurden, gilt, dass die Erträge bei einer einmaligen Kapitalauszahlung versteuert werden müssen. Wenn Sie ein Rentenwahlrecht in Anspruch nehmen greift dies nicht. Wenn Sie bei der privaten Vorsorge auf eine Auszahlung in Form einer lebenslangen Rente setzen, dann unterstützt Sie der Gesetzgeber. Mit Förderungen und steuerlichen Erleichterungen.

Wer eine private Lebens- oder Rentenversicherung abschließt, die eine Gesamt-Laufzeit von mindestens 12 Jahren hat und frühestens mit dem 60. Lebensjahr als Kapitalabfindung zur Auszahlung kommt, muss nur 50% des erzielten Gewinnes mit 25% KeSt (Kapitalertrags-Steuer) versteuern. Wenn der Vertrag nicht die beiden genannten Bedingungen erfüllt, werden die Kapitalertrag-Steuern auf den gesamten Ertrag berechnet.

Beispiel: Besteuerung von privaten Renten ab 2005

  Alter bei Rentenbeginn 65
   
  Monatliche Privat Rente 1.000 EUR
   
  Ertragsanteil 18%
   
  Steuerpflichtig 180 EUR
   
  Persönlicher Steuersatz 30%
   
  Steuerschuld 54 EUR
   
  Steuerbelastung nur 5,40%

 

Beispiel: Besteuerung von Kapitalzahlungen aus Renten-/Lebensversicherungen ab 2005

  50% Wertzuwachs (steuerpflichtig)
 
   
  50% Wertzuwachs (steuerfrei)
 
  Beitrag (steuerfrei)
 
 
 

 

Lebensversicherungen und die Abgeltungssteuer

Neu ab 2009: Ab 2009 unterliegt auch der Verkauf einer Lebensversicherung der Abgeltungsteuer, wenn der Versicherungsvertrag noch keine 12 Jahre bestanden hat. Bisher war nur die Kündigung der Lebensversicherung innerhalb von 12 Jahren steuerpflichtig.

Beiträge zu Lebensversicherung können künftig auch nicht mehr als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer abgesetzt werden.

Fondsgebundene Versicherungen:

Für Lebens- und Rentenpolicen gilt ab 2005 das Halbeinkünfteverfahren. Das bedeutet, läuft ein Vertrag mindestens zwölf Jahre, muss der Versicherungsnehmer künftig die Hälfte der Fondsgewinne mit dem Fiskus teilen. Tipp: Clevere Vorsorgesparer kombinieren künftig eine Risikolebensversicherung mit einem Fondssparplan. Damit bleiben auch weiterhin Kursgewinne größtenteils steuerfrei.

Direktversicherungen:

änderungen gibt es auch bei der Direktversicherung. Bislang konnten Arbeitnehmer bis zu 1.752 Euro pro Jahr in eine Direktversicherung einzahlen und diese Beiträge mit lediglich 20 Prozent Pauschalsteuer versteuern. Wer Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld in den Vertrag einzahlte, brauchte bis einschließlich 2008 keine Sozialabgaben dafür zu entrichten. Im Rentenalter blieb die einmalige Kapitalauszahlung dann komplett steuerfrei.

Damit ist seit dem 01.01.2005 Schluss. Künftig gelten für die Direktversicherung die gleichen Regelungen wie auch für andere Formen der betrieblichen Altersvorsorge, etwa Pensionskassen oder Pensionsfonds. Bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze dürfen steuerfrei eingezahlt werden. Im Gegenzug sind Erträge bei der Auszahlungen künftig voll zu versteuern. Dies wird als nachgelagerte Besteuerung verstanden.

Klassische Rentenversicherung:

Wer sich für die klassische Rentenversicherung entscheidet und sich die Rente lebenslang auszahlen lässt, versteuert diese Rente mit dem so genannten Ertragsanteil. Die Höhe des Ertragsanteiles ist abhängig davon, ab welchem Alter die Rente bezahlt wird. Bei Rentenbeginn mit 65 Jahren werden dies in Zukunft nur noch 18% sein.

Basisrente - Rürup-Rente:

Im Gegensatz zur klassischen Rentenversicherung wird die neue Rürup-Rente (Basis-Rente) auch künftig steuerlich gefördert. Beiträge zur Rürup-Rente können im Rahmen der Altersvorsorgeaufwendungen bis zu 20.000 Euro für Alleinstehende (40.000 Euro für Verheiratete) im Jahr von der Steuer abgesetzt werden. Aber nur dann, wenn:

  • die Rentenzahlung frühestens nach Vollendung des 60. Lebensjahres beginnt,
  • die Versicherung nicht beleihbar, nicht vererbbar, nicht veräußerbar und nicht übertragbar ist
  • die Versicherung keine Kapitalabfindung vorsieht.
  • In 2005 können bereits 60% des Beitrages vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden. Bis zum Jahr 2025 wird in 2%-Schritten die 100%ige Abzugsfähigkeit erreicht. In dem Freibetrag sind allerdings auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und berufsständischen Versorgungswerken enthalten.

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